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Die Magdeburger Warte - heute ein Aussichtsturm im wunderschönen Naturpark Elm-Lappwald an der Bundesstraße 1 gelegen - war einst ein Wartturm der Helmstedter Landwehr. Die Helmstedter Landwehr, bereits um 1250 angelegt, verlief auf einer Länge von fast 8 km durch den östlichen Lappwald von Helmstedt. Als Grenzbefestigung sperrte sie die zum Herzogtum Braunschweig gehörende Stadt Helmstedt nach Osten gegen das Erzstift Magdeburg ab. Wurde von diesen Wachtürmen etwas Verdächtiges erblickt, wanderte ein Horn- oder Lichtsignal von Turm zu Turm bis zur Helmstedter Stadtmauer. So konnte die Bevölkerung gewarnt und die Gefahrenabwehr vorbereitet werden. Gleichzeitig war die Landwehr auch eine wirksame Einrichtung, um Kontrollen durchzuführen und Zölle zu erheben. Die beiden aus Bruchsteinmauerwerk als Rundtürme ausgeführten Walbecker Warten, sowie die quadratische, als einzige aus Sandsteinquadern erbaute Magdeburger Warte, sind Bestandteile einer der ältesten niedersächsischen Landwehren und eine der am besten erhaltenen.